Marketingpläne & Tracking

Marketingplan-Vorlage in Excel: Ziele, Trichterrechnung, Maßnahmen, Budget und Erfolgskontrolle

Marketingplan in Excel für kleine Unternehmen und Onlineshops: Ausgangslage, messbare Ziele, Rückwärtsrechnung des Trichters vom Umsatzziel, Maßnahmenplan je Kanal, Budget und monatliche Erfolgskontrolle mit Beispiel.

Eine Marketingplan-Vorlage in Excel übersetzt das Umsatzziel in Marketingzahlen (wie viele Bestellungen, Besuche oder Anfragen nötig sind), plant die Maßnahmen je Kanal mit Verantwortlichen und Terminen, ordnet ihnen ein Budget zu und vergleicht jeden Monat Plan und Ergebnis. Für kleine Unternehmen sind fünf verknüpfte Blätter nützlicher als ein langes Dokument, weil eine Tabelle tatsächlich gepflegt und regelmäßig angesehen wird. Diese Anleitung zeigt jedes Blatt und die Rückwärtsrechnung vom Umsatzziel aus.

Die fünf Blätter

Blatt Inhalt
1. Ausgangslage Umsatz je Kanal der letzten 12 Monate, Konversionsrate, durchschnittlicher Warenkorb, Ergebnisse früherer Kampagnen, Schlussfolgerungen
2. Ziele und Trichter Umsatzziel und die dafür nötigen Bestellungen, Besuche oder Anfragen
3. Maßnahmen Was, welcher Kanal, wer, wann, Kosten, Kennzahl
4. Budget Ausgaben je Kanal und Monat, Plan und Ist
5. Erfolgskontrolle Monatliche Kennzahlen gegen Ziele mit Ampel

Blatt 1: von echten Zahlen ausgehen

Fassen Sie zusammen, woher der Umsatz kommt (Onlineshop, Marktplatz, Laden, Social Media), wie hoch Konversionsrate und Warenkorb sind, was jede Kampagne gekostet und gebracht hat, und notieren Sie drei oder vier konkrete Schlüsse, etwa „Newsletter bringt 18 % des Onlineumsatzes bei 4 % des Budgets“.

Blatt 2: Trichter rückwärts rechnen

Deutsches Excel trennt Argumente mit Semikolon:

  • Benötigte Bestellungen: =AUFRUNDEN(Umsatzziel/Warenkorb;0)
  • Benötigte Besuche: =AUFRUNDEN(Bestellungen/Konversionsrate;0)
  • Benötigte bezahlte Besuche: =MAX(0;BesucheGesamt-BesucheOrganischErwartet)
  • Geschätztes Werbebudget: =BezahlteBesuche*KostenProKlick

Beispiel: Onlineshop für Kaffee, ein Quartal

Position Rechnung Wert
Umsatzziel Ziel 45.000 €
Durchschnittlicher Warenkorb Historie 30 €
Benötigte Bestellungen 45.000 ÷ 30 1.500
Konversionsrate Historie 2,5 %
Benötigte Besuche 1.500 ÷ 2,5 % 60.000
Erwartete Besuche aus Suche, Newsletter, Social Media Trend 40.000
Benötigte bezahlte Besuche 60.000 − 40.000 20.000
Werbung bei 0,35 € pro Klick 20.000 × 0,35 7.000 €
Newsletter-Tool, Fotos, Kooperationen Plan 2.000 €
Marketingbudget gesamt 9.000 €

Der Trichter zeigt den günstigeren Hebel: Steigt die Konversionsrate von 2,5 % auf 3 % (klarere Produktseiten, sichtbare Versandkosten, einfachere Bezahlung), sinken die benötigten Besuche auf 50.000, und es werden 3.500 € Werbung für dasselbe Ziel gespart.

Blatt 3: Maßnahmenplan

Eine Zeile je Maßnahme: Kanal, konkrete Maßnahme („Newsletter-Serie mit drei Mails zum Weihnachtsgeschenk-Set“), Ziel, Verantwortliche, Start und Ende, geplante Kosten, Kennzahl und Status. Nach Datum sortiert ergibt sich der Quartalskalender; die Beiträge jeder Woche plant der Redaktionsplan in Excel.

Blatt 4: Budget

Kanäle in Zeilen, Monate in Spalten, Plan und Ist nebeneinander. Abweichung: =Ist-Plan und =WENN(Plan=0;"";Ist/Plan-1). Mehr dazu im Marketingbudget in Excel.

Blatt 5: monatliche Erfolgskontrolle

Kennzahl Berechnung
Konversionsrate Bestellungen ÷ Besuche
Kosten je Bestellung aus Werbung Werbeausgaben ÷ Bestellungen aus Werbung
ROAS Umsatz aus Werbung ÷ Werbeausgaben
Kundengewinnungskosten Marketingausgaben gesamt ÷ Neukunden
Wiederkaufrate Wiederkehrende Kunden ÷ alle Kunden

Im Beispiel bringen 20.000 bezahlte Besuche bei 2,5 % Konversion 500 Bestellungen, also 15.000 € Umsatz für 7.000 € Werbung: ein ROAS von etwa 2,1. Bei 45 % Rohertrag bleiben davon rund 6.750 € übrig, weniger als die Werbekosten. Der ROAS misst Umsatz, nicht Gewinn: Bevor mehr Geld in Anzeigen fließt, lohnen sich bessere Konversion und Stammkunden-Marketing. Die Kennzahlen lassen sich im KPI-Dashboard in Excel darstellen; die Auswirkungen auf die Gesamtplanung zeigt die Break-even-Analyse.

Überprüfungsrhythmus

  • Wöchentlich: Stand der Maßnahmen und bisherige Ausgaben.
  • Monatlich: Kennzahlen gegen Ziele, Budget zu den Kanälen verschieben, die funktionieren.
  • Quartalsweise: Ausgangslage aktualisieren und Trichter mit Ist-Zahlen neu rechnen.

Weitere Vorlagen unter Marketingpläne & Tracking.

Häufige Fragen

Was gehört in den Marketingplan eines kleinen Unternehmens?

Eine Ausgangslage mit Zahlen, messbare Ziele, die Rechnung, was dafür nötig ist, Maßnahmen mit Verantwortlichen und Terminen, ein Budget und eine monatliche Kontrolle.

Jahres- oder Quartalsplan?

Die Richtung für das Jahr festlegen und quartalsweise im Detail planen; Kanäle und Kosten ändern sich zu schnell für einen starren Jahresplan.

Woher weiß ich, welcher Kanal einen Verkauf gebracht hat?

Über markierte Links, kanalbezogene Gutscheincodes und Ihre Webanalyse. Bleiben Sie bei einer Zuordnungsmethode, damit Monate vergleichbar sind.

Funktioniert die Vorlage in Google Sheets?

Ja, und das ganze Team kann Maßnahmen und Ergebnisse in derselben Datei pflegen.